Das sagt die Presse

Betreutes Trinken: Demarchi Bar & Tabacchi

August 2017

Coole Cocktails
Auch aus der Kaffeemaschine

Reden Sie kein Mixgetränk! Sagen wir zu Menschen, die sich wirre artikulieren. Für Barkeeper gilt dies auch, je klarer sie sich durch ihre Arbeit ausdrücken, desto besser und eindeutiger ihr Drink. Dandy Bermisa (rechts im Bild) ist ein smarter freundlicher Barkeeper, der Reintönigkeit und Harmonie in einem Drink sucht und keine infantilen Pussyfoot Cocktails serviert. Mit wenigen und gut aufeinander abgestimmte Ingredienzen entstehen exakte Geschmacksbilder, wie beim „Bubble Bath“ aus Holunderblütenlikör, Prosecco und Zitronensorbet von Frankfurts bestem Eis-Salon nebenan, dem Firenze. Klasse auch „Stan´s Journey“ mit kräuterwürzigem Montenegro Bitter aus Bologna, frischem Limettensaft, feinfruchtigen Granadilla-Extrakt und Prosecco. Barchef Dandy, er heißt wirklich so, hat philippinische Wurzeln, kam aber mit 18 Jahren bereits nach Deutschland und lebte zunächst in der weinseligen Schunkelstadt Rüdesheim. Er hat einige Bars in Frankfurt bereichert, unter andere die Luna Bar und das Chinaski. Seit einem Jahr ist er nun Barchef im Demarchi. Ihm zur Seite steht Hamza Bell. Man sollte sich von ihm einmal Vod Cà Phê bringen lassen. Dieser Drink wird in einer originellen vietnamesischen „Kaffeemaschine“ serviert, als Cold Brew mit kräftigem sizilianischem Espresso, Vodka, Limone, Zucker und frischem Himbeersaft. Ob im intimen Separee, auf den Lounge-Sofas, an der langen Theke oder auf der Terrasse, man kann sich je nach eigener Stimmung gut in der Bar platzieren.

Demarchi BarDie Demarchi-Barkeeper mixen auch gerne passende Cocktails und alkoholfreie Drinks zum Essen. Gäste von den Partner-Restaurants Biancalani und A Casi di Tomilaia nutzen die Alternative gerne. In der Bar gibt es außerdem kleine Happen (für jeweils 4 €, von 16 – 23 Uhr), beispielsweise Rigatoni Carbonara oder geschmortes und mit Zimt, Wacholder und Nelken gewürztes Wildschwein. „Capry Colony“ nennt sich eine Gemeinschaftsproduktion der Demarchi Bar und dem Club Azzurro, der als Eventlocation dazugehört. Jeden Donnerstag wird jetzt um 19 Uhr mit Aperitivo Italiano gestartet. Damit ist nicht nur einfach ein Aperitif gemeint, in Italien ist dies ein Get-together mit Wein, Drinks und kleinen Happen. Für den Sound zuständig ist das DJ-Duo Mario Vecera und Martin Kühnel.

Es fällt übrigens auf, dass sonst viele Barkeeper in der Szene nicht gerne lächeln, weil sie vielleicht glauben, dies wäre uncool. Wir erinnern uns aber gut an Davide Demarchi, dessen Todestag jetzt fünf Jahre zurückliegt, und der strahlte, als wäre er der Verwalter der Sonne. Die von ihm gemeinsam mit Patron Tom Bock aufgebaute Demarchi Bar hat nichts an Ausstrahlung verloren.

http://www.fienholdbiss.de/aktuelles/betreutes-trinken-demarchi-bar-tabacchi/

Neue Kaffee-Sterne am Bohnenhimmel

August 2017

Die italienische Trilogie aus den Restaurants Biancalani und Casa di Tomilaia sowie der dazwischen liegenden Bar Demarchi gehört zu den bemerkenswertesten gastronomischen Unternehmen der Stadt. Das drückt sich auch beim Cappuccino aus, der deutlich aus der braunen Masse herausragt und in allen drei Lokalen zu haben ist. Geliefert wird der Stoff von der erstklassigen Kaffeerösterei Mokaflor aus Florenz, der sonst nicht in Frankfurt zu finden sein dürfte. Der Cappuccino ist von feiner Aromatik und schmeckt geradezu angenehm süffig, was zu einer zweiten Tasse animiert.

http://www.fienholdbiss.de/aktuelles/cappuccino-wo-kaffee-die-bohne-wert-ist/

Feine Klassiker wie in der Toskana

25.07.2014

Die Gäste des „Casa di Tomilaia“ essen, trinken, plaudern und lachen – nicht erst seit gestern, aber seit kurzem in größerem Räumen. Denn das italienische Restaurant hat seinen Standort getauscht, und zwar mit dem „Biancalani Cucina“, das im September erneut seine Türen öffnen wird. Bindeglied zwischen den Lokalen am Walther-von-Cronberg-Platz 7 und 9 ist die einstige Biancalani- und heutige „Demarchi Bar“. Als Namensgeber der italienischen Tages-, Aperitif- und Cocktailbar fungiert Davide Demarchi , der Mitbegründer und Chef-Barkeeper sowie früh verstorbene Cousin von Inhaber Tom Bock.

Der Wahl-Frankfurter mit deutsch-italienischen Wurzeln ist nicht nur Gastronom, sondern auch Architekt – und das von der leidenschaftlichen Sorte. Kein Wunder, dass er sich in seinen Restaurants um jedes Detail persönlich kümmert. Was durchaus wörtlich zu verstehen ist: Denn die Theke im „Casa di Tomilaia“ entpuppt sich als monolithischer Betonblock, den er selbst entworfen und gegossen hat. Drumherum ist auf den ersten Blick alles anders und auf den zweiten vieles vertraut. „Ich wollte bewahren und zugleich erneuern“, sagt der Betreiber. „Das war und ist meine Philosophie.“

Der schöne Fliesenboden stammt genauso aus dem früheren „Biancalani“ wie die kleinen Tische und großen Tafeln. Davor stehen nunmehr Ferdinand-Kramer-Stühle (diese kennen manche noch aus Uni-Zeiten) und sogenannte Navy-Chairs. „Dabei handelt es sich um Stühle, die für die US-amerikanische Marine entwickelt wurden und ebenso stabil wie bequem sind“, erklärt Bock. Angesichts der ausgiebig speisenden Gästeschar erweist sich das als echter Vorteil.

Am offensichtlichen Erfolg nur wenige Wochen nach Neustart trägt Christoph Kubenz erheblichen Anteil. Der 29-jährige „Executive Chef“ beider Restaurants hat außer der Küche auch das Geschehen davor im Blick. Was daran liegt, dass sein Arbeitsplatz nicht mehr über eine Trennwand aus Milch-, sondern Klarglas verfügt. Die Köche sehen die Gäste – und umgekehrt. „Dadurch ist alles transparenter als vorher“, sagt der Inhaber. Nach dem Umbau gibt es zudem einige technische Veränderungen, darunter etwa die beiden Focaccia-Öfen. Neu ist auch der breite Pass aus weißem Marmor: Hier verleiht Kubenz seinen Gerichten den allerletzten Schliff. Hilfe bekommt er dabei von seinen Souschefs Andreas Busse (aus dem Tigerpalast) und Niclas Horn (aus der Mannschaft des „Max on One“). Im Team bereiten sie Spezialitäten zu, die so gar nichts mit dem Einheitsangebot in anderen italienischen Restaurants gemein haben. „Es ist ein konsequent toskanisches Konzept“, betont Bock. „Mit Klassikern wie Panzanella oder Pici al Ragù Toscano. Deshalb kommen die Leute zu uns.“

Sie kommen außerdem wegen der kleinen Details, auf die sich nur eine Küche dieses Formats versteht. So wandert das Fleisch für das Carpaccio (12,50 Euro) nicht in den Eisschrank, um anschließend hauchdünn geschnitten zu werden; die Gäste verspeisen hier vielmehr vorsichtig geklopftes Roastbeef. Auch das Vitello Tonnato (16 Euro) ähnelt nicht im Mindesten der mancherorts präsentierten Mogelpackung mit wenig Fleisch unter viel, viel Sauce. Man stelle sich vor: mehrere feine Scheiben vom zartrosa gebratenen Kalbstafelspitz auf Thunfischcrème mit überraschender, aber willkommener Zitrusnote, dazu einige Kirschtomaten und frittierte Kapern – einfach köstlich.

Dass Kubenz und sein Team ihr Handwerk beherrschen, zeigen auch die Hauptgerichte. Die bissfesten Spaghetti mit klein geschnittenem Knoblauch, genau der richtigen Portion Peperoncini und dem Öl von Bocks eigener Olivenplantage sind schlicht, aber sehr lecker (7 Euro). Ein Klassiker ist das Risotto Verde (13 Euro): cremig gerührt, mit Parmesan, angebratenen Zucchini, Pesto, Spinatbutter und einem Hauch Rosmarin.

Für einen kulinarischen Ausflug in die Toskana braucht es natürlich auch die entsprechenden Weine. Der neue illuminierte Klimaschrank hält eine schöne Auswahl bereit. Die Erzeugnisse stammen durchweg von Tomilaia (richtig geraten, Bocks eigenem Weingut) sowie befreundeten Winzern. Unter ihnen beispielsweise Stefano Amerighi – ein junger Weinbauer, der einen kräftigen, würzigen Syrah beisteuert (0,1 l für 5,60 Euro).
Weine und Olivenöl sind außerdem im angeschlossenen Shop erhältlich – für ein bisschen Toskana-Gefühl im eigenen Heim.

Quelle: http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Feine-Klassiker-wie-in-der-Toskana;art675,954816